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Die nachfolgenden Antworten hat der Webmaster der Tischtennis-Abteilung
des VfL Jesteburg
auf der Basis der im Internet verfügbaren Informationen zusammengestellt.
Wenn ihm dabei Fehler unterlaufen sind, bitte sofort Nachricht an
webmaster@tt-jesteburg.de.
Zur Illustration werden Beispiele aus der eigenen Abteilung gegeben, basierend
auf den QTTR-Werten vom 11.5.2011. Wenn die angenommenen Situationen
tatsächlich einmal eintreten, gelten natürlich immer die aktuellen
TTR-Werte.
Wer sich schon etwas auskennt mit diesem
Thema, kann gleich den TTR-Rechner ausprobieren, ansonsten
gilt die Empfehlung, sich zunächst die Antworten
auf die wichtigsten Fragen durchzulesen.
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Was ist der Unterschied
zwischen TTR und QTTR, was bedeuten die Abkürzungen?
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"TTR" steht für Tischtennis-Rating auf der Basis von "TTR-Werten", die
die Spielstärke repräsentieren. Sie sind die Basis für die so genannte
JOOLA-Rangliste, die bundesweite Tischtennis-Rangliste.
Das Q in QTTR steht für "Quartal": Viermal im Jahr werden zu bestimmten
Stichtagen (11.5., 11.8., 11.12., 11.2) die an diesem Tag geltenden
Werte festgestellt, die dann zum Beispiel für die
Mannschaftsaufstellungen der nächsten Halbserie gelten.
Für die Rückrunde der Spielzeit 2011/12 gilt dies erstmalig, maßgebend
sind die am 11.12.2011 geltenden QTTR-Werte, die am 15.12.2011
veröffentlicht werden (um alle bis zum 11.12.2011 erzielten Ergebnis mit
einzubeziehen).
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Ernst-Helmut (QTTR = 1406), bundesweit auf Platz
66774, zumindest unter den mehr als 80% registrierten Spielern
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Wo finde ich meine TTR-Werte
und die meiner Mitspieler?
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Die aktuellen QTTR-Werte findet man über
click-tt.
Dort gibt es am linken Rand einen Menüpunkt "Q-TTR-Filter". Nach Anklicken
kann man den Vereinsnamen angeben (VfL Jesteburg), und es erscheint
eine Liste aller Spieler mit den QTTR-Werten. Auch die Werte der Spieler
anderer Vereine kann man sich dort anzeigen lassen, so dass
man sich mit dem
TTR-Rechner die Auswirkungen von Sieg oder Niederlage
gegen einen anderen Spieler ausrechnen kann.
Auch unter
mytischtennis.de
kann man sich die QTTR-Werte sogar deutschlandweit anzeigen lassen.
Die jeweils am aktuellen Tag geltenden TTR-Werte
kann sich nur anzeigen lassen, wer dort einen Premium-Account hat.
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Ist die Aufstellung der Mannschaften
entsprechend QTTR-Rangliste zwingend?
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Nein!
Prinzipiell ändert sich wenig gegenüber
den bisher geltenden Vorschriften mit den Bilanzwerten. Es sind nur
andere Zahlen und dementsprechend andere Toleranzgrenzen.
Die Regeln
werden sogar etwas einfacher und damit verständlicher.
Aber es gilt weiterhin, dass starke
Spieler auch in unteren Mannschaften eingesetzt werden dürfen und dann,
wenn die Toleranzgrenzen verletzt werden, Sperrvermerke bekommen.
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Welche Größenordnungen
haben die TTR-Werte?
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TTR-Werte
sind theoretisch nicht begrenzt,
praktisch wird kaum ein Spieler einen größeren Wert als 3000
erreichen. Um eine Vorstellung zu geben: Der letzte QTTR-Wert
(12.5.2011) von Timo Boll (Deutschlands Nr. 1) ist 2678,
unser Spitzenspieler Dirk ist mit einem Wert von 1703 der einzige
Spieler unserer Abteilung unter Deutschlands besten 10000.
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Dirk, unser Mann unter den "Oberen Zehntausend"
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Ist es günstig, viele Spiele
zu machen, zum Beispiel Teilnahme an vielen Turnieren?
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Nein!
Eine große Anzahl von Spielen hilft überhaupt nicht, weil man
bei vielen Spielen auch viele Spiele verlieren kann.
Außerdem geht die Anzahl der absolvierten Spiele in
keine Formel ein.
Nur Siege helfen,
und zwar gegen möglichst gute Gegner. Selbst Siege gegen
deutlich schwächere Gegner helfen wenig bis gar nicht
(Spiele gegen schwache Gegner sind sogar ein erhebliches
Risiko für meinen TTR-Wert, wenn ich verliere,
siehe das
"Volker gegen Horst"-Beispiel).
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Werden nur Siege oder auch
Niederlagen gewertet?
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Weil in die
Formel für die Berechnung
des TTR-Wertes für einen Sieg eine 1 und für eine Niederlage eine 0
eingeht, hat man häufig die Vermutung gehört, dass nur Siege zählen.
Das ist falsch!
Im Normalfall gilt: Der Sieger eines
Spiels verbessert seinen TTR-Wert, der Verlierer verschlechtert
seinen TTR-Wert um den gleichen Betrag (Ausnahmen siehe weiter
unten beim Stichwort
"Änderungskonstante").
Als Faustregel mag gelten: Wenn man gegen einen gleichwertigen
Gegner spielt (etwa gleiche TTR-Werte), verbessert der Sieger
seinen TTR-Wert um 8 Punkte, der TTR-Wert des Verlierers
verschlechtert sich um 8 Punkte.
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Heiner (TTR = 1402) spielt gegen Heiko
(TTR = 1400): Der Sieger bekommt 8 Pluspunkte,
der Verlierer 8 Minuspunkte
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Haben das Paarkreuz, in dem ich spiele, oder
die Position meines Gegners einen Einfluss?
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Nein! Nur der TTR-Wert meines Gegners
ist entscheidend für den Wert, der bei mir addiert oder
subtrahiert wird. Indirekt hat das Paarkreuz natürlich doch einen
Einfluss, weil im oberen Paarkreuz die stärkeren Gegner
(mit höheren TTR-Werten) zu erwarten sind,
gegen die man (wenn man gewinnt) mehr TTR-Punkte machen kann.
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Kann man die Formel nicht
einmal einfach erklären?
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Es ist
einen Versuch wert. Ein einzelnes Spiel
ändert den TTR-Wert nach folgender (etwas vereinfachter) Formel:
("Resultat" – "Erwartetes Resultat") · "Änderungskonstante"
Weggelassen wurde hier
der so genannte "Nachwuchsausgleich", der nur bei
Spielen untereinander von Spielern unter 18 Jahren berücksichtigt werden
muss.
Nur die Position
"Erwartetes Resultat" ist etwas schwierig, deshalb zunächst die
beiden anderen Positionen: Die
"Änderungskonstante" hat bis auf wenige
Ausnahmen den Wert 16 (Ausnahmen gelten für Spieler unter 21 Jahren,
Spieler, die lange ausgesetzt oder weniger als 30 bewertete
Spiele haben). "Resultat" ist besonders einfach: 1 für einen Sieg,
0 für eine Niederlage.
Entscheidend ist das
"Erwartete Resultat", das die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der
auf der Basis der TTR-Werte zu erwarten ist, dass man seinen Gegner
schlägt. Ohne auf die dafür zuständige
Formel einzugehen, soll
der Wert hier an zwei Beispielen verdeutlicht werden: Wenn mein Gegner
den gleichen TTR-Wert wie ich hat, beträgt die Wahrscheinlichkeit 50%,
dass ich gewinne ("Erwartetes Resultat" hat dann den Wert 0,5).
Wenn ich dann tatsächlich gewinne, rechnet man
(1 − 0,5) · 16 = 8,
wenn ich verliere, lautet die Rechnung:
(0 − 0,5) · 16 = −8
(vgl. Beispiel oben: Heiner gegen Heiko).
Weil die 4. und
die 5. Herrenmannschaft in der Spielserie 2011/12 in derselben
Staffel spielen, müssen mit großer Wahrscheinlichkeit
Wilhelm (QTTR: 1404) und Michael (QTTR: 1314) gegeneinander spielen.
Nach der (weiter unten vorgestellten)
Formel ergibt sich
eine Wahrscheinlichkeit von 79,9%, dass Wilhelm gewinnt. Wenn er
tatsächlich gewinnt, erhöht sich sein QTTR-Wert um
(1 − 0,799) · 16 = 3,22 ≈ 3,
für Michael mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit 20,1% rechnet man:
(0 − 0,201) · 16 = −3,22 ≈ −3.
Wenn Wilhelm allerdings verliert, lautet die Rechnung für ihn:
(0 − 0,799) · 16 = −12,78 ≈ −13,
für Michael gilt in diesem Fall:
(1 − 0,201) · 16 = 12,78 ≈ 13.
Wichtiger Hinweis: Die Werte werden immer auf ganze Zahlen gerundet.
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Wilhelm (TTR = 1404) spielt gegen Michael
(TTR = 1314): Wenn Wilhelm gewinnt, bekommt er
3 Pluspunkte und Michael bekommt 3 Minuspunkte. Wenn
Wilhelm verliert, bekommt er 13 Minuspunkte und Michael bekommt
13 Pluspunkte.
Das Beispiel
zeigt die Philosophie der TTR-Berechnung: Überraschungen
schlagen erheblich zu Buche (für beide Spieler), zu erwartende
Ergebnisse ändern wenig
bis nichts (siehe Beispiel:
"Volker gegen Horst").
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Welchen Einfluss kann ein Spiel
maximal auf meinen TTR-Wert haben?
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Diese Frage
wird an einem Beispiel
unter der (in diesem Fall natürlich erfüllten) Annahme beantwortet,
dass für die "Änderungskonstante" der Grundwert 16 gilt.
Wenn unsere beiden Extremsportler Volker (QTTR: 1593) und Horst (QTTR: 1366)
gegeneinander antreten
müssten, würden sich auch im Tischtennis extreme Ergebnisse ergeben.
Der TTR-Rechner erwartet bei diesen Werten mit 97% Wahrscheinlichkeit
Volker als Sieger (Volker selbst erwartet das allerdings auch,
und Horst ist ohnehin Realist). Wenn Volker nun
tatsächlich gewinnt, ändert sich für beide gar nichts
(war sowieso zu erwarten, muss nicht weiter registriert werden). Wenn allerdings
Horst gewinnen sollte (Sensation!), würde er 16 Pluspunkte bekommen,
Volker dagegen 16 Minuspunkte.
Das sind auch die üblichen
Grenzen für
die Auswirkungen eines einzelnen Spiels: Wenn nicht für
"Nachwuchsausgleich"
oder "Änderungskonstante" spezielle Werte gelten, kann ein Spiel
den TTR-Wert nur um maximal 16 Punkte nach oben oder unten verändern.
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Volker (TTR = 1593) spielt gegen Horst
(TTR = 1366): Wenn Volker gewinnt, bleiben
für beide Spieler die TTR-Werte ungeändert. Wenn allerdings
Horst gewinnt, bekommt Volker 16 Minuspunkte, und
Horst bekommt das Maximum von 16
Pluspunkten (mehr würde er auch bei einem Sieg über
Timo Boll nicht bekommen).
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Welche Toleranzgrenzen gelten,
wann gibt es Sperrvermerke?
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Diese
Regelung ist glücklicherweise erheblich vereinfacht worden
und damit verständlicher. Die alten Unterscheidungen hinsichtlich der
Frage, ob zwei Spieler in der vorigen Halbserie in derselben Mannschaft oder in
unterschiedlichen Mannschaften gespielt haben, sind verschwunden.
Grundsätzlich soll
die Mannschaftsmeldung (vom stärksten Spieler der 1. Mannschaft
bis zum schwächsten Spieler der untersten Mannschaft)
entsprechend der Spielstärke nach den QTTR-Werten (vom Mai
bzw. Dezember) erfolgen. Abweichungen sind möglich,
wenn folgende Toleranzen eingehalten werden:
- Es darf kein Spieler
hinter einem anderen gemeldet werden,
dessen QTTR-Wert um mehr als 50 Punkte kleiner ist.
- Innerhalb einer Mannschaft darf kein Spieler hinter einem
anderen gemeldet werden, dessen QTTR-Wert um mehr als
25 Punkte kleiner ist.
Als Beispiel soll
die Mannschaftsmeldung der 3. Herrenmannschaft zur
Herbstserie 2011/12 dienen, an der verdeutlicht wird,
welche Konsequenzen es gehabt hätte, wenn dafür schon die
QTTR-Werte zuständig gewesen wäre (nebenstehend sind die
QTTR-Werte vom 11.5.2011 eingetragen):
- Die Aufstellung wäre auch bei
Anwendung der neuen Regeln gültig.
- Reinhard muss zwingend an 1 stehen, weil alle anderen Spieler
QTTR-Werte haben, die um mehr als 25 Punkte kleiner sind.
- Die Spieler auf den Positionen 2 bis 5 dürften beliebig
die Plätze tauschen (alle QTTR-Werte liegen im Bereich
der 25-Punkte-Differenz). Auch Günter darf in den Positionstausch
einbezogen werden, er darf nur nicht vor Jürgen stehen
(Differenz größer als 25).
- Jürgen dürfte zwar in dieser Mannschaft nicht vor Reinhard
positioniert werden, dürfte aber durchaus in einer höheren
Mannschaft gemeldet werden, ohne dass Reinhard einen Sperrvermerk
bekommen würde, weil dann die 50-Punkte-Regel greifen würde.
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1. Reinhard, QTTR = 1462
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2. Heiko, QTTR = 1400
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3. Jürgen, QTTR = 1424
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4. Heiner, QTTR = 1402
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5. Ernst-Helmut, QTTR = 1406
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6. Günter, QTTR = 1398
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Gilt ein Sperrvermerk in der
Hinrunde auch automatisch für die Rückrunde?
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Die geänderte Wettspielordnung
formuliert zunächst: "Die Dauer des Sperrvermerks reicht im
Normalfall bis zum Ende der Spielzeit." Es gibt aber nun
einen Zusatz:
"Wenn der Quartals-TTR-Wert vom 11.12. eines
Spielers mit Sperrvermerk vergleichbar ist und um mindestens
50 TTR-Punkte kleiner ist als die QTTR-Werte aller in der
Vorrunde in höheren Mannschaften gemeldeten Spieler und
alle diese Spieler einen vergleichbaren QTTR-Wert haben, wird der
Sperrvermerk dieses Spielers nach Beendigung der Vorrunde
und vor Beginn der Rückrunde aufgehoben."
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Welche Werte kann die
"Änderungskonstante" annehmen?
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Der
Grundwert der Änderungskonstante ist 16. Nur wenn folgende
Voraussetzungen gegeben sind, wird der Grundwert um jeweils 4
erhöht:
- Wenn die letzte bewertete Veranstaltung des Spielers 365 Tage zurückliegt,
erhält er für 15 Spiele den erhöhten Grundwert. Allerdings werden
einem Spieler, der ein komplettes Jahr aussetzt, 40 Punkte abgezogen.
- Ein Spieler mit weniger als 30 bewerteten Einzeln erhält
den erhöhten Grundwert bis zum Erreichen dieser Anzahl von Einzeln.
- Spieler, die jünger sind als 21 Jahre sind, erhalten eine um 4
erhöhte Änderungskonstante.
- Für Spieler, die jünger als 16 Jahre sind, gibt es eine
um noch einmal 4 erhöhte Änderungskonstante.
Der Grund für
die beiden ersten Punkte ist, dass man Spielern mit wenig
bewerteten oder lange zurückliegenden Einsätzen die Chance
geben will, möglichst schnell zu einem aussagefähigen Wert
zu kommen. Bei jungen Spielern geht man davon aus, dass sich
ihre Spielstärke viel schneller verbessern wird
als bei älteren Spielern.
Theoretisch kann
die Änderungskonstante also Werte zwischen 16 und 32
annehmen, für die weitaus meisten Spieler gilt aber der
Grundwert 16.
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Gibt es Situationen,
die besonders ungünstig für die Entwicklung meines TTR-Wertes sind?
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Wenn
man als starker Spieler in einer unteren Klasse spielt,
in der man vorwiegend gegen deutlich schwächere Gegner
antritt, ist dies in zweierlei Hinsicht kritisch:
Wenn man gewinnt, bekommt man nur wenige TTR-Punkte, wenn man
aber verliert, gibt es sehr viele Minuspunkte.
Tröstlich
mag sein, dass man damit in der gleichen Situation ist
wie Deutschlands Spitzenspieler Timo Boll (aktueller
QTTR = 2678). Er kann in einem Bundesligaspiel
gegenwärtig im günstigsten Fall (gegen Robert Gardos aus Grenzau,
QTTR = 2532) 2 TTR-Punkte gewinnen, und wenn
er verliert, fährt er 14 Minuspunkte ein.
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Reinhard mit dem beachtlichen
aktuellen QTTR-Wert 1462 spielt in der Saison 2011/12 in der
2. Kreisklasse und wird dort vornehmlich auf Gegner treffen,
deren TTR-Werte um 100 Punkte kleiner sind. Gegen einen Gegner mit einem
um diesen Wert kleineren TTR-Wert kann er nur 3 Pluspunkte
einfahren, bei einer Niederlage erhält er aber 13 Minuspunkte.
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Gibt es einen Tipp für
einen Spieler, der möglichst schnell seinen TTR-Wert verbessern will?
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Gewinnen!
Möglichst viele Spiele gegen möglichst starke Gegner.
Nur gegen starke Gegner (Spieler mit hohen TTR-Werten) kann
man auch richtig kräftig TTR-Punkte einfahren. Für ehrgeizige Spieler
gibt es eigentlich nur einen Tipp: Turniere mit starken Spielern
besuchen (und dort auch Spiele gewinnen). Ein Spiel gegen Timo Boll
ist völlig risikofrei: Wenn man verliert, gibt es keine Minuspunkte,
wenn man gewinnt (nicht so sehr wahrscheinlich) gibt es das Maximum
von 16 Pluspunkten.
Aber es muss
nicht unbedingt Timo Boll sein. Jeder Gegner mit einem
TTR-Wert, der 224 Punkte höher ist als der eigene, ist
ein risikofreier und potentiell optimaler Gegner,
um den eigenen TTR-Wert zu verbessern.
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Claas (QTTR = 1555), ein beachtlicher Wert,
der aber wohl nicht das Ende der Karriere sein soll. Tipp: Turniere mit Gegnern ab
TTR = 1779 bieten optimale Chancen für Verbesserung
bei minimalem Risiko.
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Was ist der
"Nachwuchsausgleich"?
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Ein Spieler,
der jünger als 18 Jahre ist und bei einer Veranstaltung
(z. B. bei einem Punktspiel oder einem Turnier) gegen Gegner
spielt, deren Durchschnittsalter kleiner als 18
Jahre ist, bekommt nach der Veranstaltung (also nicht etwa
für jedes Spiel) zusätzlich 2 Punkte zu seinem TTR-Wert.
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Beeinflusst auch
"Nicht-Spielen" über einen längeren Zeitraum meinen TTR-Wert?
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Ja! Aber erst
nach 12 Monaten ohne Spiel sinkt der TTR-Wert um 40 Punkte,
danach für jeweils weitere 6 Monate ohne Spiel um weitere
20 Punkte, maximal jedoch nur insgesamt 5 Jahre,
so dass man durch Nicht-Spielen maximal 200 Punkte
verlieren kann.
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Ist die Formel für
die Berechnung des "Erwarteten Resultats" wirklich so kompliziert?
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Nein,
ist sie nicht. Man kann sie durchaus verstehen (aber man muss es
nicht). Wenn Spieler A mit dem Wert TTRA gegen
Spieler B mit dem Wert TTRB spielt, dann wird die
Wahrscheinlichkeit, dass A gewinnt, nach der Formel
berechnet.
Diese Formel liefert immer Werte, die größer als 0 und
kleiner als 1 sind. Wer Wahrscheinlichkeiten lieber als
Prozentangaben mag, muss das Ergebnis mit 100 multiplizieren.
Es kommt nur auf die
Differenz der beiden TTR-Werte an. Wenn
TTRB−TTRA = 150
ist, lässt es sich besonders einfach rechnen:
P = 1/11 ≈ 0,0909.
Weil eine Differenz von 150 schon ein erheblicher Unterschied
ist, hat Spieler A also nur eine Gewinnwahrscheinlichkeit
von 9,09%. Bei einer Differenz
TTRB−TTRA = 300
rechnet es sich genau so einfach:
P = 1/101 ≈ 0,0099,
also weniger als 1%, und so würde es weitergehen. Bei
TTRB−TTRA = 450
wären es weniger als 0,1% usw.
Noch einfacher wird es, wenn
TTRA und TTRB
gleich sind. Man erhält
P = 1/2 = 0,5, also
50%, was für gleichstarke Spieler ja auch sinnvoll ist
(vgl. das "Heiner-Heiko-Beispiel").
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Die im Text links genannten
Zahlen sind durchaus auch für unsere Abteilung realistisch.
Matthias (QTTR = 1551) und Andreas (QTTR = 1251)
liegen exakt 300 Punkte auseinander. Damit wird Andreas
eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 0.99% attestiert.
Andreas kann trotzdem (wie im Bild) herzhaft darüber lachen,
denn wenn er tatsächlich gewinnen sollte, bekommt
er maximale 16 Punkte dafür (und Matthias 16 Minuspunkte),
und wenn er verliert, bekommen beide 0 Punkte.
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Wird mir auch gegen sehr
gute Gegner wenigstens eine theoretische Gewinnchance eingeräumt?
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Ja!
Die nach der
Formel für die Gewinnwahrscheinlichkeit berechneten
Werte sind immer größer als 0, wenn auch manchmal sehr klein.
Wenn zum Beispiel
Stephan aus unserer 1. Herrenmannschaft gegen Timo Boll
antreten müsste, würde der TTR-Rechner ihm
immerhin eine Wahrscheinlichkeit für einen Sieg
von 0,0000042% zubilligen.
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Selbst gegen Timo Boll nicht
ganz chancenlos: Stephan.
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